Hygiene auf Reisen

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Wer viel reist, hat auch schon „Montezumas Rache“ kennenlernen dürfen. Dies ist bestenfalls nur ein leichter Durchfall. Es kann dich aber auch für mehrere Tage ans Bett fesseln bzw. an die Kloschüssel. Mit ein paar Tricks und Hygiene auf Reisen schützt du dich vor Keimen und Parasiten, um dich voll und ganz auf dein großes Abenteuer zu konzentrieren. 

Hygiene auf Reisen

 

Im Flugzeug

Theoretisch beginnt das Risiko schon im Flugzeug. Eine Studie ergab, dass insbesondere der Klapptisch einen enorm hohen Anteil an Keimen enthält. Gefolgt von den Armlehnen und auf Fernflügen den Kissen und Decken. Wer sehr empfindlich ist, könnte in diesem Fall zumindest den Tisch und die Armlehnen mit einem Sagrotan-Tuch kurz säubern. Das ausgelegte Kissen nutze doch eher als Lumbar-Kissen zur Unterstützung deines Kreuzes. Es gibt aufblasbare oder befüllte Nackenkissen, die traumhaft sind und dir ein super Gefühl von Geborgenheit bescheren. 

 
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Im Hotel

 

Das Zimmer

Wichtigste Kontrolle ist das Bett. Du kannst durchaus die Matratze checken, und zwar unterhalb und oberhalb. Gibt es Flecken? Sehr kleine Flecken deuten auf Bettwanzen hin. Sehr unangenehm. In diesem Fall solltest du dich umgehend an der Rezeption beschweren oder das Hotel wechseln. Auf der sicheren Seite bist du immer mit einem Schlafsack oder einem „biss- und stich-dichten“ Hüttenschlafsack, der aus eng gewebter Seide oder Microfaser besteht:

 

 

Nicht zu unterschätzen sind die Kissen. Über die Jahre kann der Kisseninhalt eine durchaus messbare Menge an menschlichen Hautpartikeln beinhalten. Wenn du überempfindlich bist, hast du immer noch die Möglichkeit dein eigenen Kopfkissenbezug mitzunehmen. Bedenke jedoch, in den meisten Ländern sind die Kopfkissen eher länglich. Hier folgen Kaufempfehlungen für fantastisch bequeme und klein zu verpackende Reisekissen

 

Hoteltresor

Eine Messung der Keimbelastung im Hoteltresor würde bestimmt eine enorme Anzahl an Bakterien und Pilzsporen ergeben. Ist ja auch kein Wunder, da die Geldscheine in deinem Portemonnaie durch Tausend Hände gingen. Kritisch wird es, wenn du den Tresor für einige Tage nicht öffnest. Dadurch entsteht eine Brutstätte, die im schlimmsten Fall das Leder deiner Geldbörse oder deinen Reisepass schimmeln lässt. Es ist also möglich, dass dein weinroter Reisepass nun grüne Spuren aufweist. Hier hilft ein wenig Sagrotan oder ein anderes Desinfektionsmittel. Gründlich abreiben und den Tresor offen lassen, so lange du dich im Zimmer aufhältst und lüften, lüften, lüften. Übrigens sind Fernbedienung, Zimmertelefon und Schreibtisch ebenfalls häufig verkeimt.

Das Badezimmer

Das Betreten der Dusche ist so eine Sache, wenn du nicht gerade 4 Sterne gebucht hast. Es gibt Duschen in der Welt, die du niemals mit nackten Füßen betreten würdest. Daher empfiehlt es sich zwei paar Flip Flops einzupacken. Ein Paar für draußen aus Mesh oder Leder und ein Paar für die Nasszellenbereiche wie Duschen, Schwimmbäder und Saunen.

 

Das Leitungswasser wird in vielen Ländern nicht trinkbar sein. Daher solltest du beim Zähneputzen mit gekauftem Flaschenwasser spülen. Zusätzlich könntest du mit einem Mundwasser wie Listerine – oder einem landeseigenen Produkt – spülen und dadurch gründlich desinfizieren.

Die Toilettenbrille bräuchte eigentlich nicht erwähnt zu werden, da es selbstverständlich ist, nochmal zu reinigen. Und warum nicht immer eine Toiletten-Auflage zur Hand haben:

 

Essen gehen

 

Hände waschenOberste Regel: Hände waschen! Wenn kein Waschbecken vorhanden ist, unbedingt ein Hygiene Gel benutzen. In Südamerika ist es derzeit schick, ein kleines Fläschchen Gel sichtbar an der Handtasche zu tragen, Produkte siehe oben. Und warum nicht – unauffällig – die Gabel, die du gleich in den Mund nimmst, mit einer Papierserviette eben putzen.

 

Bei Fruchtsäften solltest du Vorsicht walten lassen. Dasselbe gilt auch für Salate. Deshalb ist es ratsam, zuvor in Erfahrung zu bringen, ob das Leitungswasser sicher ist. Profis nutzen auch die beigelegte Zitronenhälfte, um den Salat zu „desinfizieren“. Außerdem werden Getränke erst wieder nach ca. einer halben Stunde eingenommen, um die Magensäure nicht zu „verdünnen“, damit sie kraftvoll genug ist, sämtliche Keime abzutöten.

Fleisch und Fisch sollte gut durchgebraten sein. Vegetarier brauchen sich daher um Prionen und Salmonellen weniger Sorgen machen.

 

 

 

Verletzungen

Durch das erhöhte Risiko einer Infektion der Wunde, gerade in den Tropen, solltest du jeden kleinen Schnitt ernst nehmen. Die Wunde mit Wasser aus der Flasche säubern, dann desinfizieren, oder wenn nichts anderes greifbar mit Mundwasser, da es zu 90 % aus Alkohol besteht. Pflaster drüber aus deinem First Aid Kit oder ein Verband angelegt. Hier wiederum berücksichtigen, dass das Leitungswasser aus dem Waschbecken und der Dusche kontaminiert sein könnte. Deshalb muss die Wunde beim Duschen auch geschützt werden. Wenn die Wunde zu groß ist oder sich entzündet hat (blaue Flecken), solltest du lieber einen Arzt aufsuchen. Krankenhäuser sind schnell zu finden und die Behandlung ist auch nicht wirklich teuer. Falls du auslandskrankenversichert bist, wird dir der Betrag ohnehin erstattet. Unsere Empfehlung ist eindeutig die HanseMerkur.

 

First Aid Kit Empfehlungen

 

Dies sind nur Worst Case Szenarien. Sich unterwegs jedoch die eine oder andere Empfehlung ins Gedächtnis zu rufen, ist sicherlich an manchen Orten dieser Welt gar nicht so abwegig. Hygiene auf Reisen? Nicht unterschätzen. Bon Voyage!

Hygiene auf Reisen

Dinner im Flieger – und vorher schön den Tisch abwischen

 


Finde hier wichtige Tipps zur Sicherheit auf Reisen: rucksack.tips/safety-first-wichtige-reise-sicherheitstipps

 

 

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